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Promenadenmischung

Die aktuelle und erste Ausgabe April/Mai 2012
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3. Quartiersrätekongress

Erfahrungsaustausch im Abgeordnetenhaus

Engagement für das Quartier, Austausch von Erfahrungen und eine Bilanz der bisherigen Arbeit ziehen: Die Berliner Quartiersräte haben sich am vergangenen Samstag auf einem eintägigen Kongress im Berliner Abgeordnetenhaus getroffen. Rund 500 Räte aus den 34 QM-Gebieten des Programms Soziale Stadt diskutierten über erfolgreiche Projekte und mögliche Verbesserungen.

Die fiel durchaus positiv aus, wie Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer feststellte. „Die beste Antwort auf die Frage, wie erfolgreich Quartiersräte sind, ist das Engagement der Bewohnerinnen und Bewohner und der Akteure“, sagte sie in einer kurzen Rede. Deren Mitbestimmung sei eines der wichtigen Elemente in einer lebendigen Demokratie.  Gemeinsame Ziele könnten die Quartiersräte auch nur gemeinsam mit den Verwaltungen erreichen. Zuvor hatte der Präsident des Berliner Abgeodnetenhauses, Walther Momper die Quartiersräte im Plenumssaal begrüßt.

Über ihre Erfahrungen in der Quartiersarbeit berichteten Vertreter aus Spandau, Kreuzberg und Wedding. Karam Samhat aus dem Quartier Spandauer Neustadt erzählte, wie dank der Hartnäckigkeit des Quartiersrates ein wichtiges Projekt nun doch direkt durch das Bezirksamt realisiert wird. Eigentlich wollte es der Bezirk durch das Programm Soziale Stadt finanzieren lassen.

Diana Brandenburg vom Wassertorplatz sprach über die guten Erfahrungen der Vernetzung von sechs Quartiersräten im Bezirk. Trotzdem müssten weitere Partner ins Boot geholt werden, beispielsweise die Wohnungsgesellschaften oder die BVG. Klaus Wolfermann vom Sparrplatz sprach Probleme der Quartiersratsarbeit an und erntete dafür viel Zustimmung. Er habe oft den Eindruck, das die Räte dazu benutzt würden, die „schlimmsten Wunden mit kleinen Pflastern zu versorgen.“

In fünf Workshops diskutierten die Kongressteilnehmer anschließend über Möglichkeiten, die finanziellen Mittel des Programms Soziale Stadt noch zielgerichteter einsetzen zu können. Allein die große Zahl der Workshop-Teilnehmer zeigte das große Interesse der Quartierräte. So mussten in den meisten Arbeitsgruppen zusätzliche Stühle organisiert werden. Die Themen der Workshops waren: Projekt- und Ideenentwicklung, die Anforderungen der Verwaltungsvorschriften auf die Quartiersarbeit, die Vernetzung mit Politik und Verwaltung sowie die Beteiligung bei der Öffentlichkeitsarbeit und nachhaltige Strategien. Die Ergebnisse der Diksussion nahm die Staatssekretärin in der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Hella Dunger-Löper, gerne entgegen. Die Forderungen würden eingearbeitet. Spätestens in einem Jahr würden dann erste Ergebnisse vorliegen, versprach sie.

Text: R. Friedrich (sen)