Hoher Besuch im QM-Büro
Künftige Religionsbeauftragte zu Besuch im Schillerkiez

- Die künftigen Religionsbeauftragten bei ihrem Besuch in den Räumen des QM Schillerpromenade am vergangenen Dienstag.
Hoher Besuch im Büro des Quartiersmanagements Schillerpromenade. Zwölf künftige türkische Religionsbeauftragte informierten sich am vergangenen Dienstag über die Stadtteilarbeit in dem Kiez in Neukölln. Vor allem die verschiedenen Aspekte der Integration interessierte die angehenden Imame und Attachés für die Botschaft der Türkei.
Bei dem einstündigen Besuch als Teil einer zweiwöchigen Informationsreise des Goethe-Institutes nach Berlin entwickelte sich im Schillerkiez schnell eine angeregte Diskussion über die Rolle der Imame bei der Integration. Vor allem das Projekt „Stadtteilmütter“ machte die Besucher neugierig. Stadtteilmutter Sibel Uzak schilderte ihre Erfahrungen im Kiez und konnte zahlreiche Rückfragen umfassend beantworten.
Ob dieses Projekt nicht auch auf die Väter ausgeweitet werden könne, fragte ein Teilnehmer. Fast ausschließlich werde die Erziehung der Kinder von der Frau übernommen, antwortete Uzak. Deshalb richte sich das im Jahr 2004 durch das Quartiermanagement Schillerpromenade initiierte Projekt an Frauen, um die alltägliche Erziehung zu unterstützen sowie Fördermöglichkeiten aufzuzeigen. Außerdem gebe es im "Interkulturellen Elternzentrum (IEZ)" im Gebiet entsprechende Programme für Väter.
Das Problem der Sprachbarrieren
Oft seien es auch Sprachbarrieren, die eine sinnvolle Kommunikation verhinderten, sagte Quartiersmanagerin Garip Alkas. „Die Sprache ist das A und O – ohne sie kann Integration nicht funktionieren“, fasste Ibrahim Celik vom Goethe-Institut die Diskussion schließlich zusammen. Kommunikation sei eine wichtige Voraussetzung für mehr Verständnis untereinander.
Das Goethe-Institut hatte die Reise vom 30. Januar bis 14. Februar organisiert, Ziel war es, den Gästen einen Eindruck von der Situation in Berlin und vor allem im Bezirk Neukölln zu vermitteln. „Das Gespräch ist sehr gut angekommen. Sie berichteten anschließend auch bei einem Treffen mit Neuköllns Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (SPD) darüber“ sagte Celik.
Viele der angehenden Religionsbeauftragten werden später auch in Deutschland beispielsweise als Vorbeter und Imame in Moscheen tätig sein. Im Rahmen der Info-Reise besuchten die Teilnehmer unter anderem auch den Bundestag, den Bundesrat das Bezirksamt Neukölln und führten Gespräche mit Vertreten verschiedener Bundesministerien.








