Kennen Sie Orlik?
Eine außergewöhnliche Lesung im "Froschkönig" in der Weisestraße

- Einer der im Rahmen der Lesung von Zuhörerin Julia Mankewitz gezeichneten Frösche. Bild: QM
Am Freitag, den 24. Juli fand im Froschkönig in der Weisestraße im Schillerkiez eine Lesung der ganz besonderen Art statt. Herbert Olrik, Wiener und Neu-Neuköllner, Künstler und Selbstdarsteller zugleich, brachte den zahlreichen Zuhörern “Jiddisch für Anfänger“ zum tieferen Verständnis für die Welt des Autoren Ephraim Kishon nahe.
Kishon? Bürokratie? Der Amtsschimmel? Wer mal über die teils absurde Welt der Verwaltung lachen wollte, war an diesem Tag richtig im Froschkönig. Die Veranstaltung Ende Juli könnte folgendermaßen zusammengefasst werden: Erst einmal Formulare ausfüllen! Beispiel: “Sind Sie geboren?“ Wenn ja: warum? Wenn nein: wieso nicht?“
Gekicher machte die Runde im Saal, kaum dass Orlik, selbst jüdischen Glaubens, die ersten Sätze sprach. Vor allem Zuhörerin Julia Mankewitz, Froschsammlerin und -malerin, fand Gefallen an der Wortakrobatik des Wieners und setzte die Texte noch während der Lesung in passende Zeichnungen um. Heraus kam unter anderem ein Daumenkino mit einer "rumeiernden Fliege". Es ist ab sofort als festes Inventar der so genannten Schatztruhe der Bar zu besichtigen. Darin befinden sich neben dem besagten Kleinstkino allerhand Kleinigkeiten mit Bezug zum "Froschkönig".
Im Anschluss an die Lesung gab es noch etwas für den knurrenden Magen. Palatschinken á la Orlik. Der Künstler, dem Kontakte in die Welt des Sigmund Freud nachgesagt werden, wird auch in den kommenden Monaten immer mal wieder Lesungen abhalten. Es lohnt sich, nicht nur wegen des Palatschinkens.
Der Froschkönig ist einer der vielen KulturTatorte im Schillerkiez. Dies ist eine offene Vernetzung von KünstlerInnen und Kulturorten unseres Quartiers. Regelmäßig finden unter diesem Logo Veranstaltungen, Vernissagen und mehr rund um den Herrfurthplatz statt. Mehr dazu gibt es unter www.kulturtatort.de
Von Beate Storni (Redakteurin Kiezportal)








