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Kiezrezept #1: Tabouleh
Geschmäcker mit Geschichten
"Tabouleh erinnert mich an Sonne. An den Duft der Heimat. Ich bin zwar hier in Berlin geboren, aber meine Bindung zu Libanon und Palästina habe nicht vergessen."
Unser erstes Rezept haben wir von Samira Tanana, 2. Vorsitzende des Vereins Al-Huleh e.V., erhalten. Ein leckeres Gericht, das auch wunderbar in diesen Frühling passt.
Wir wünschen viel Spaß beim Nachkochen und guten Appetit!
Rezept für Tabouleh
von Samira Tanana
Tabouleh wird in der arabischen Esskultur als Vorspeise angerichtet. Die Petersilie wurde übrigens bei uns aus dem östlichen Orient eingeführt. Sie enthält nebst Eisen, Kalzium und Phosphor auch einen hohen Anteil an Vitamin A (5g Petersilie reichen für den täglichen Bedarf!) und C (30g reichen für den täglichen Bedarf). Die Petersilie wirkt außerdem appetitanregend und regulierend auf den Organismus.
Zutaten für 6 Portionen
350 ml Wasser
250 g Bulgur, fein
Salz
1 Bund Schnittlauch
3 Bund Petersilie
1 Bund Minze
3 Tomaten
4 Knoblauchzehen
2 Zitronen, Saft davon
5 EL Olivenöl
Pfeffer
1 TL Harissa*
*Harissa (arabisch هريسة) ist eine aus dem Maghreb (Marokko) stammende, scharfe Gewürzpaste aus frischen Chilischoten, Kreuzkümmel, Koriandersamen, Knoblauch, Salz und Olivenöl.
Zubereitung
Wasser mit Salz zum Kochen bringen, den Bulgur einstreuen und aufkochen lassen. Bei kleiner Hitze 5 Minuten ausquellen lassen. Dann vom Herd nehmen und noch 10 Minuten nachquellen lassen. Die Tomaten sehr fein würfeln – die Kerne vorher entfernen – und mit dem noch warmen Bulgur mischen. Den Knoblauch fein würfeln und mit Zitronensaft, Olivenöl, Harissa, Salz und Pfeffer zu einer Marinade verrühren. Über den Bulgur geben und vermischen. Gut durchziehen lassen – empfehlenswert ist es, dies bereits am Vortag zu machen. Alle Kräuter fein hacken und einige Stunden vor dem Servieren unter den Bulgur mischen.
Evtl. noch mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Olivenöl abschmecken.
Die Rezeptgeschichte/Geschichte zum Rezept/Die Geschichte dahinter
Dieses Rezept verbinde ich mit Heimatgefühl und Heimatnähe. Ich bin zwar hier in Berlin geboren, habe aber meine Bindung zu Libanon und Palästina nicht vergessen. Tabouleh erinnert mich an gemeinsames Essen mit der Verwandtschaft im Libanon.
Ich finde, man sollte seine Kultur beibehalten und sie von Generation zu Generation weitertragen. Ich vergleiche die Esskultur mit der Muttersprache: Beides sollten wir als Menschen mit verschiedenen Kulturen und Identitäten immer weitergeben. Tabouleh erinnert mich an Sonne, an den Duft der Heimat. Der interkulturelle Austausch darf nicht verloren gehen. Wir sollten uns ständig austauschen. Wenn ich meine "deutsche" Freundin einlade, gibt es Tabouleh, um ihr ein Gefühl meiner Heimat näher zu bringen. Mittlerweile macht sie Tabouleh selber und ihr Freund, der aus Litauen stammt, ist begeistert. Die Globalität entsteht durch das Weitersagen und Ausprobieren der verschiedenen Kulturen.









