Krimiwettbewerb im Schillerkiez
L.F. Red gewinnt ersten Preis
Der Autor L.F. Red hat den ersten Preis des Krimiwettbewerbes im Schillerkiez gewonnen. Am vergangenen Donnerstag überreichte die Jury dem glücklichen Gewinner einen Gutschein für ein Candle-Light-Diner im Café Selig im Wert von 100 Euro. Anschließend gab Red, der in Wirklichkeit Alfred Werner Schwarzmüller heißt, seine Kurzgeschichte „Nieselregen“ im voll besetzten „Froschkönig“ in der Weisestraße 17 zum Besten. Die Zuhörer bedachten sein Werk mit viel Applaus. Platz zwei und damit ein Gutschein eines großen Kaufhauses am Herrmannplatz ging an Sabine Küster (Blutengel). Ebenfalls auf dem Treppchen landete Sigrid Andersen (Anzeige gegen unbekannt). Sie bekam als Preis einen Gutschein für das Antiquariat Buchexil im Schillerkiez.
„Eigentlich schreibe ich eher erotische Geschichten“, räumte Red zu Beginn. Dies sei sein erster Versuch im Krimibereich. Dass er sich eher mit hohen Stiefeln und knapper Bekleidung auskennt, wurde in der Geschichte schnell klar. Overkneestiefel kamen darin vor und auch eine Hundeleine wurde in die Story eingebaut.
Die Entscheidung sei den Mitglieder der Jury sehr schwer gefallen, sagte der Sprecher des Quartiersbeirates im Schillerkiez, Horst Köhler, bei der Preisverleihung. Letztlich habe man sich aber entscheiden müssen und „Nieselregen“ als die beste Geschichte bewertet. Allerdings habe er „Blutengel“ von Sabine Küster fast gleichauf gesehen, betonte er. In der Jury waren neben Köhler auch der Krimi-Autor Horst Bosetzky (ky) und Viktoria Reichardt vom Quartiersmanagement Schillerpromenade.
Zu Beginn der Schlussveranstaltung las Bosetzky aus seinem Krimi „Hollywood in Delitzsch“. Dabei ließ er sich weder durch ein fehlendes Manuskript, ein klingelndes Handy oder andere kleine Zwischenfälle aus der Fassung bringen. Entsprechend viel Applaus zollten die Gäste dem Autoren, der auch Vorsitzender des Berliner Landesverbandes Deutscher Schriftsteller bei der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di ist.
Als besonderes „Schmankerl“ präsentierte schließlich eine Zuhörerin aus Bayern den Wettbewerbsbeitrag zweier Schüler. Ayhan und Kagan schrieben „Das verfluchte Haus“. Ein angenehmer Dialekt und die richtige Betonung machten stellten den perfekten Schlusspunkt für einen netten literarischen Abend im Schillerkiez dar.
Last but not least nahm noch die Schülerin Lisa an dem Wettbewerb teil. Sie schrieb das Werk „Frau Storm sprüht sich ins Glück. Ayhan, Kagan und Lisa werden in Kürze in einer gesonderten Ehrung für ihren Einsatz ausgezeichnet.
Alle Krimis werden in den kommenden Wochen mit Einverständnis der Autoren auf dem Kiezportal www.schillerpromenade-quartier.de veröffentlicht. Die Siegergeschichte können Sie bereits jetzt hier nachlesen.










