KulturTatort Schillerkiez

Top Themen

  • Mittwoch, 01.09.2010

    Baumscheiben im Schillerkiez

    Eine der neuen Baumscheiben im Schillerkiez. Foto: M. Koch
    Um möglichst lebhaft darzustellen, wie in der Praxis ein QF1-Projekt entsteht und ablaufen kann, hat das Quartiersmanagement einen Antragsteller darum gebeten, von seinen Erfahrungen zu berichten. [mehr]
  • Dienstag, 07.09.2010

    Infosäulen

    12 Infosäulen aus dem Kiez: Die Infosäulen im Quartier Schillerpromenade sollen bis Ende dieses Jahres neu gestaltet werden. Das QM Schillerpromenade sucht dafür noch Ideen und Anregungen. [mehr]
  • Dienstag, 31.08.2010

    Tische auf der Schillerpromenade

    Das Schreiben des Bezirksstadtrates Thomas Blesing. Foto: QM
    Die Tische auf der Schillerpromenade sollten eigentlich zum Verweilen einladen. Seit diesem Sommer sind sie abgebaut. Doch weder das Quartiersmanagement noch der Quartiersrat haben entsprechende Beschlüsse gefasst. [mehr]
  • Montag, 06.09.2010

    Trödelmarkt am Wartheplatz

    Am 11. September veranstaltet die Nachbarschaftsinitiative der Warthe 60 und des Warthe-Mahls einen Trödelmarkt am Wartheplatz. Alle Anwohner können an der Aktion teilnehmen und einen eigenen Stand betreiben. [mehr]
  • Donnerstag, 02.09.2010

    Nachbar in Neukölln

    Am Freitag, 17. September lädt das Interkulturelle Zentrum Genezareth gemeinsam mit der Wohnbauten-Gesellschaft Stadt und Land zu einem großen Nachbarschaftsfest ein. [mehr]
  • Freitag, 20.08.2010

    Tempelhofer Feld

    Riesige Liegewiese: Ein Blick über das Tempelhofer Feld. Foto: S. Engelbrecht
    Am 28. und 29. August jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr will die Senatsveranstaltung für Stadtentwicklung jetzt über die ersten Ergebnisse des internationalen offenen landschaftsplanerischen Wettbewerb „Parklandschaft Tempelhof“ informieren. [mehr]
  • Freitag, 23.07.2010

    Nacht und Nebel

    Die Kunstaktion Nacht und Nebel findet in diesem Jahr am 6. November zwischen 18.00 und 24.00 Uhr statt. Wer an der Veranstaltung in Neukölln als Künstler teilnehmen möchte, sollte ... [mehr]
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Paradies für Scherzkekse

Fachverkäuferin von Zauber- und Scherzartikeln mit einem Schädel in der Hand
Mona Schmidt führt auch Schädel vor. Foto: R. Tober

Mona Schmidt neigt eher zum tief- als zum hochstapeln. Statt zu sagen, sie sei die Inhaberin vom "Zauberkönig", bezeichnet sie sich als Fachverkäuferin für Scherzartikel. Und die Frage, ob sie zaubern kann, beantwortet sie mit "Wenn jemand einen Trick vorgeführt bekommen will, dann mach ich das."

1978 übernahm ihr Vater, der Zauberer Günter Klepke, den kleinen Laden an der Hermannstraße: "Als er in den Ruhestand ging, war’s völlig selbstverständlich, dass ich das Geschäft weiterführe."

Es ist wahrlich einzigartig in Berlin, weil es sowohl Zauberzubehör als auch Scherzartikel anbietet. Außerdem gibt es eine riesige Auswahl an Karnevals- und Halloween-Kostümen und Deko-Utensilien. "Aber Scherzartikel gehen eindeutig am besten – trotz des Zauberbooms, den Harry Potter ausgelöst hat", sagt Mona Schmidt.

Ihr Fundus für alle, die andere auf die Schippe nehmen wollen, ist enorm. Gläser, mit denen keinem das kleckerfreie Trinken gelingt, stehen neben Hundekacke-Attrappen, Lachsäcken, Pupskissen, nicht öffnenden Flaschenöffnern und unausblasbaren Kerzen.

Nies- und Juckpulvertütchen liegen neben lecker aussehenden, aber ekelig schmeckenden Bonbons, saurem Popcorn, Stinkbombenpäckchen und Walnüssen, in denen String-Tangas stecken. "Scherzartikel, die nah am Alltag sind", so Mona Schmidt, "kommen am besten an." Viele davon gibt es schon ewig lange – Lachsäcke beispielsweise schon seit über 50 Jahren. Neuigkeiten sind hingegen rar: "Ab und zu kommen elektronische Sachen auf den Markt, aber die sind auch meist ruckzuck wieder weg."

Und mit der Lust, das Zaubern zu erlernen, verhält es sich bei vielen Potter-Nacheiferern ähnlich. Einen Zauberkasten oder die Anleitung für einen einzelnen Trick zu besitzen, macht noch niemanden zum Magier. Um andere mit Kunststücken beeindrucken zu können, müssen das Handwerk und die Show-Elemente drumherum geduldig geübt werden. Von 100 Leuten seien vielleicht gerade mal zwei dazu bereit, weiß Mona Schmidt. Und was man auch nicht vergessen dürfe: "Vor Bekannten oder der Familie zaubern, macht einen zum Einzelgänger. Weil man die Tricks schließlich nicht preisgeben darf, und das ist gerade bei Kindern ein großes Problem. Denn die können mit Sprüchen wie 'Ich bin aber nicht mehr dein Freund, wenn du mir den Trick nicht verrätst' oft schlecht umgehen."

Zauberkönig, Hermannstr. 84 – 90
Öffnungszeiten: Montag bis Donnerstag 13 bis 18, Freitag 10 bis 18, Samstag 10 bis 13 Uhr

Text: M. Sauer/ Promenadenpost 2/2007