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Promenadenmischung

Die aktuelle und erste Ausgabe April/Mai 2012
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Probleme am anderen Ende der Hundeleine

Probleme am anderen Ende der Hundeleine – Aufräumaktion am Herrfurthplatz

Marina Koch vom Verein pro Schillerkiez und Pfarrerin Elisabeth Kruse von der Genezareth-Kirche montieren ein Schild. Foto: M. Jespersen
Marina Koch vom Verein pro Schillerkiez und Pfarrerin Elisabeth Kruse von der Genezareth-Kirche montieren ein Schild. Foto: M. Jespersen

Ein sonniger Frühlingsmorgen und es wird langsam warm. Mit der zunehmenden Wärme kriecht ein unangenehmer Geruch aus dem noch frischen Frühlingsgrün rund um den Herrfurthplatz im Schillerkiez. Hunde-Tretminen, die die geliebten Vierbeiner in den Wintermonaten auf dem gefrorenen Boden verteilt hatten, entfalten jetzt ihren strengen Duft - und das Durchqueren der Grünstreifen wird zum Spießrutenlauf.

Dieses Phänomen ist eigentlich nichts besonderes und tritt jedes Jahr auf. Doch diesmal stört es nicht nur die Passanten auf dem Weg zum Supermarkt. Am 16. Mai soll rund um die Genezareth-Kirche der Schillermarkt starten und ein mit Hundekot verseuchtes Umfeld würde nicht gerade zum Gelingen des Vorhabens beitragen.

Deshalb fanden sich am vergangenen Dienstag (7. April) engagierte Anwohner auf dem Herrfurthplatz ein, um auf das Problem aufmerksam zu machen. Im Auftrag des Vereins „Pro Schillerkiez“, der den Markt der Vielfalt organisiert, brachten sie Schilder an, die darauf hinweisen, dass der Platz kein Hundeklo ist. Gleichzeitig wurden an den gegenüberliegenden Seiten der Kirche zwei Spender für Kottüten montiert und gefüllt. Ziel ist es, den Platz so bis zum Marktbeginn am 16. Mai zur hundekotfreien Zone zu machen.

Mit der BSR wollen sich die Akteure auch noch wegen der Leerung der umliegenden Mülleimer kurzschließen, damit die hoffentlich reichlich genutzten Tüten auch ordentlich entsorgt werden können. Schließlich will doch jeder erhobenen Hauptes über den Platz gehen. Und klar ist auch: Hundi kann am allerwenigsten was dafür. Das Problem hängt fast immer am anderen Ende der Leine.<//span>

Michael Jespersen