Promenadenpost, eine Zeitung von und für Menschen aus dem Schillerkiez
Die Ausgangslage
Die Schillerpromenade hat - wie der gesamte Neuköllner Norden - mit dem Image eines sozial schwachen, und durch komplexe Problemlagen belasteten Stadtteils zu kämpfen.
Selbst langansässige Bewohner, die aufgrund der günstigen zentralen Wohnlage und langjährig gepflegten sozialen Kontakte nach wie vor gern hier leben, fühlen sich stigmatisiert und tragen sich nicht selten mit dem Gedanken wegzuziehen.
Diesem Gefühl des “abgestempelt seins” kann durch eine offensive und selbstbewusste Öffentlichkeitsarbeit begegnet werden. Dabei ist die Hervorhebung der tatsächlich vorhandenen Stärken des Gebietes wie z.B. seine interessante städtebauliche Geschichte, seine vielen hier lebenden engagierten Mitbürger aber vor allem auch die im Rahmen des Programms Soziale Stadt durchgeführten Projekte, die zu einem besseren Miteinander beitragen.
Die Promenadenpost
Die Promenadenpost, die achtseitige Zeitung des Quartiersmanagements Schillerpromenade erscheint vier Mal im Jahr in einer Auflage von 11.000 Exemplaren. Der inhaltliche Schwerpunkt der Zeitung ist die Berichterstattung zu den aktuellen Aktionen und Projekten, die im Kiez stattfinden. Außerdem werden Anwohner und Initiativen portraitiert und im Rahmen von Straßenbefragungen das Meinungsbild der Anwohner zu verschiedenen Themen festgehalten.
Durch die direkte Verteilung der Zeitung in die Briefkästen des Viertels werden die Informationen breit gestreut. Des Weiteren werden verschiedenen Standorten im Kiez je nach Bedarf Ausgaben zum weiterverteilen zur Verfügung gestellt. Die Promenadenpost wird in enger Kooperation mit den Bewohnern des Viertels erarbeitet. Seit deren Beginn 2005 waren rund 12 Redakteure und 8 Fotografen aus dem Schillerkiez für die Zeitung mitverantwortlich.
Die Redaktion
Aus der Vielzahl der Interessierten hat sich ein Team aus derzeit 4 Redakteuren und 4 Fotografen gebildet, die aktiv an der Gestaltung der einzelnen Ausgaben mitwirken. Aus dieser vertrauensvollen Zusammenarbeit haben sich mittlerweile auch gewisse Freiräume und Eigenverantwortlichkeiten für die Mitarbeiter gebildet.
Die Akzeptanz
Die Akzeptanz der Promenadenpost ist hoch. Dies konnte in einer Passantenbefragung im Juli 2007 nachgewiesen werden: 40 % der Befragten kennen die Promenadenpost. Von denjenigen, die die Zeitung kennen, wissen rund die Hälfte, wer dafür bezahlt und verantwortlich ist. Die Menschen empfinden die Zeitung als "Kiezreport" mit jugendlichem Touch.
Man kann mit gutem Gewissen sagen, dass die Zeitung gut im Viertel aufgenommen wird. Den Menschen wird durch die Promenadenpost deutlich, dass sich jemand um ihren Kiez kümmert und sie durch die Lektüre neben Bekanntem auch Neues aus dem Gebiet Schillerpromenade erfahren.
Projektdaten und Kontakt
Projekt Promenadenpost
Hömberg & Partner
Frau Hömberg
Ackerstraße 12, 10115 Berlin
Tel.: 030 42 02 73 64
uh[at]hoembergundpartner[.]de
Web: www.hoembergundpartner.de
Förderzeitraum: 2004 - 2007
Fördersumme: 129.424,00 Euro
Förderzeitraum: 2008-2009
Fördersumme: 59.270,84 Euro
Hömberg&Partner/QM











