Quartiersräte diskutierten im Abgeordnetenhaus
Zehn Jahre Quartiersmanagement - Quartiersräte diskutierten im Abgeordnetenhaus

- Auch die Schillerpromenade war am Samstag im Abgeordnetenhaus bem Quartiersrätekongress vertreten. Foto: S. Engelbrecht
Große Politik im Berliner Abgeordnetenhaus: Mehrere hundert Quartiersräte trafen sich am vergangenen Samstag im ehemaligen Preußischen Landtags zum jährlichen Quartiersrätekongress. Neben der inhaltlichen Diskussion in verschiedenen Workshops stand vor allem der persönliche Austausch zwischen den Ehrenamtlichen im Mittelpunkt. Während des großen Buffets zur Mittagspause gab es dazu jede Menge Möglichkeiten.
Zu Beginn des Kongresses dankten der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper, und die Senatorin für Stadtentwicklung, Ingeborg Junge-Reyer, den Quartiersräten für ihr Engagement. „Die Quartiersräte sind mittlerweile der Kern des Geschehens“, sagte Junge-Reyer. Sie seien die Experten vor Ort. Mit den aus Mitteln des Programms Soziale Stadt finanzieren Quartiersmanagements sei ein „revolutionäres Projekt für viele andere ins Leben gerufen“, betonte sie. So hätten Schulen, die Polizei und auch die Verwaltung die Entwicklung von Netzwerken unterstützt. Friedemann Walther von der Bürgerstiftung Neukölln berichtete im Anschluss von seinen Erfahrungen einer Bürgerstiftung als ein mögliches Zukunftsmodell.
Am Nachmittag starteten dann die Workshops, die sich unter anderem den Themen der Einbindung von Jugendlichen durch sogenannte Jugend-Quartiersräte widmete sowie den „Erfahrungen aus den Quartiersräten“. Auch die Quartiersräte aus der Schillerpromenade waren auf dem Kongress vertreten, unter anderem Beate Hauke, die derzeit mit den Vorbereitungen für den „Markt der Vielfalt“ auf der Schillerpromenade vollauf beschäftigt ist. Der Markt, für den Hauke Anfang dieses Jahres den Wettbewerb „MittendrIn Berlin!“ gewonnen hatte, soll am 16. Mai mit einem Fest eröffnet werden.
Auch die Verwaltung aus den Bezirken und auf Senatsebene sowie die Quartiersmanager aus den jeweiligen Kiezen waren am Samstag stark vertreten. Auf Schautafeln präsentierten sich die einzelnen QMs mit ihren Projekten. Im Foyer des Parlamentssaales waren denn auch immer wieder Gruppen im Einzelgespräch zu entdecken. Das eigentliche Ziel, ein Netzwerk unter den Quartiersräten zu knüpfen und die Diskussion über den Sinn und Zweck der in zehn Jahren Quartiersmanagement durchgeführten Projekte zu ermöglichen, wurde somit mehr als erreicht.








