html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Umgestaltung Freizeiträume Karlsgartenschule
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Umgestaltung Freizeiträume Karlsgartenschule

Die Ausgangssituation

Die Karlsgarten-Grundschule befindet sich in einem Gebiet mit vielen benachteiligten Familien und Kindern, die besondere Defizite in den Bereichen Sprache, Freizeitverhalten und teilweise auch im Sozialverhalten haben. Gerade für diese Kinder ist eine möglichst lange tägliche Betreuung mit positiven Vorbildern und einer anregenden Lernumgebung extrem wichtig. Die Karlsgarten-Grundschule kommt damit auch als verlässliche Halbtagsgrundschule der Verantwortung für gleiche Bildungschancen von Menschen unterschiedlicher Herkunft und Fähigkeiten nach. Ein längeres tägliches Lernen und pädagogisch hochwertige Freizeitangebote sind insbesondere in Gebieten wie Nordneukölln eine elementare Voraussetzung für bestmögliche individuelle Förderung. Die Karlsgarten-Grundschule stellt sich somit aktiv der Herausforderung, in einem Gebiet mit hoher sozialer Benachteiligung und starker Heterogenität Chancengleichheit herzustellen und jedes Kind individuell und bestmöglich zu fördern.

Die Karlsgarten-Grundschule hat als verlässliche Halbtagsgrundschule dringenden Bedarf an Räumen für die Betreuung von Schülerinnen und Schülern während der grundsätzlichen Unterrichtszeit. Dafür sind der Schule aus dem angrenzenden Gebäudekomplex, in dem aktuell eine Integrierte Sekundarschule angesiedelt ist, zwei Räume zugesprochen worden. Diese Räume bieten als gewöhnliche Klassenräume mit traditioneller Bestuhlung und karger Ausstattung allerdings keinerlei Aufenthaltsqualität für die Kinder, zumal in den Betreuungsphasen eine Mischung aus freiem Spiel, Ausruhen und selbständigem Lernen und Experimentieren ermöglicht werden sollte. Die Räume sind derzeit kahl, sehr laut, und bis auf Stühle und Tische befinden sich hier keine Möbel.

Die Zielgruppen

Am Schulstandort Karlsgartenstraße soll das Raumangebot für die Schülerinnen und Schüler verbessert werden. Die größte und wichtigste Zielgruppe des Projekts sind daher die Kinder, die die Räume in Zukunft nutzen werden. Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 1-6 sollen von dem pädagogischen Angebot, das in den umgestalteten Räumen stattfinden kann, profitieren. Darüber hinaus, sollen die Schülerinnen und Schüler selbst aktiv in die Umbaumaßnahmen einbezogen werden und an den einzelnen Arbeitsschritten der Umsetzung beteiligt werden. Hierzu müssen sie fachhandwerklich und pädagogisch angeleitet werden um mit den eigenen Händen ihren zukünftigen Aufenthalts-, Spiel- und Erlebnisraum formen zu können.

Mit der Umgestaltung der Räume im Rahmen des Projekts  wird noch ein weiteres wichtiges Ziel verfolgt: Der Prozess der direkten Beteiligung soll ein besonderes Bewusstsein für den Arbeitsaufwand und damit auch den Wert des Umbaus schaffen, welches eine Grundlage des achtsamen Umgangs der Schülerinnen und Schüler mit den Räumen und dem Material begründen soll. Mit einem ähnlichen Beteiligungsmodell wurde bereits von einiger Zeit der Schulhof der Karlsgarten-Grundschule umgebaut. Dank der aktiven Beteiligung und der dadurch vermittelten Identifizierung der Schülerinnen und Schüler mit der Ausstattung des Schulhofes, konnten Schäden durch Vandalismus etc. in der Folgezeit vermieden werden.

 Zugleich sollte der Umbau auch für die Erzieherinnen und Erzieher zu besseren Arbeitsbedingungen führen und eine verbesserte Kooperation zwischen Erzieherinnen und Erziehern und dem Lehrkörper ermöglichen, da beispielsweise Experimente oder künstlerisches Arbeiten zwischen Freizeitbereich und Lernbereich besser verzahnt werden können.

Eine Einbeziehung der Elternschaft der Karlsgarten Schule ist ebenfalls wünschenswert, da hierüber eine stärkere Bindung der Eltern an die Schule erzielt werden kann. 

Projektmittel: 38.000

Laufzeit: 5. 2013 - 6. 2014

Projektträger: Bauereignis Sütterlin und Wagner Architekten Gbr

Kontakt: info[at]bauereignis[.]de 

Projektdurchführung

Publikationen:

Broschüre zur Projektdurchführung

Sachbericht: