Wache Augen für die Kinder
Der Wachschutz an den Schulen

- Ein Mitarbeiter des Wachschutzes an der Karl-Weise-Grundschule und seine Schützlinge. Foto: S. Engelbrecht
Manchmal kann man gar nicht so schnell zusammenzucken, wie es vielleicht nötig wäre. Der Schreiber dieser Zeilen hatte vor einigen Wochen im April 2009 den Auftrag erhalten, Bilder von der Karl-Weise-Grundschule im Schillerkiez zu schießen. Eigentlich eine schnelle Sache, die mal so zwischendurch erledigt werden könnte? Weit gefehlt, denn kaum klickte es das erste Mal, kamen zwei Uniformierte aus einer Ecke des Schulhofes angespurtet. „Halt, stehen bleiben, was machen sie da!“, riefen sie drohend, rannten weiter auf den Fotografen zu und bleiben nur wenige Zentimeter vor dem scheinbar unausbleiblichen Zusammenstoß abrupt stehen. Da rührt sich kein Finger mehr….
Nach einer kurzen Erklärung mit scheinbar fester Stimme und innerer Nervosität entspannte sich die Situation schnell wieder und die beiden Mitarbeiter des Wachschutzes an der Neuköllner Schule erklärten ihr Verhalten. Sie seien angehalten, bei fotografierenden Passanten sofort einzugreifen, zum Schutze der Kinder. Somit solle verhindert werden, dass Bilder von den Kleinen beim Spielen auf dem Schulhof entstehen, die dann möglicherweise in bösartiger Absicht weiterverbreitet werden könnten.
Die Erklärung, die Fotos seien für das Quartiersmanagement und für die Ausstellung "10 Jahre QM Schillerpromenade" bestimmt, genügte den fixen Sicherheitsleuten. Und am Ende erklärte sich einer der beiden sogar für ein kurzes Fotoshooting bereit. Der Wachschutz funktioniert, so viel ist sicher.










