Woche des Besuchs im Schillerkiez
Fotoworkshop und Tafel zum Opferfest im Warthe-Mahl
Noch bis Freitag feiert der Schillerkiez seine Woche des Besuchs. Nach dem Auftakt mit einer historischen Führung durch den Kiez am Sonntag standen am Montag ein Fotoworkshop und das Opferfest auf dem Programm. Beide Veranstaltungen wurden aus Mitteln des Programm „Soziale Stadt“ über das QM Schillerpromenade unterstützt. Der Eintritt war natürlich kostenlos.
Die Feier zum muslimischen Opferfest fand in diesem Jahr auch im Warthe-Mahl statt. Zahlreiche AnwohnerInnen, Nachbarn und auch viele Kinder waren gekommen, um den Tag gemeinsam ausklingen zu lassen. Nebenbei konnten die Besucher auch viel über die türkische Kultur und die Hintergründe des wichtigen muslimischen Festes erfahren. Ender Cetin von der Sehitlik-Moschee am Columbiadamm erläuterte in einem kurzen Beitrag, dass das Fest den Propheten Ibrahim (christlich: Abraham) ehren soll. Kurz zusammengefasst akzeptierte Ibrahim den Auftrag von Gott, seinen Sohn für ihn zu opfern. Allerdings war das Messer plötzlich stumpf. Dennoch bestand er die göttliche Probe und Ibrahim erkannte künftig Gott als Versorger aller Dinge an. Das Fest bringe die Menschen zur Einheit, sagte Cetin. „Es ist die Besinnung auf das Göttliche und die Erinnerung daran, dass uns das Materielle einengen kann“, fügte er hinzu. Eine türkische Musikgruppe mit sechs Musikern begleitete den Abend, das festliche Essen wurde von den Mitarbeitern der Lehrküche im Warthe-Mahl zubereitet und serviert.
Der Fotoworkshop fand am Nachmittag im Vorortbüro des Quartiersmanagements statt. Auch ein Ausflug in die nähere Umgebung zur Motivsuche war eingeplant, der wegen des weiterhin traumhaften Herbstwetter stattfinden konnte. Es ist geplant, aus den entstandenen Fotos einen Kiezkalender zu machen.









