
Promenadenmischung
Die aktuelle und erste Ausgabe April/Mai 2012
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Aktuelle Termine
3. Sitzung des Quartiersrates Schillerpromenade
Wochenmarkt am Herrfurthplatz
Wochenmarkt am Herrfurthplatz
Zur Neuorientierung der QM`s in Berlin

Eine Standortbestimmung der Senatorin für Stadtentwicklung,
Frau
Ingeborg Junge-Reyer, zur Entwicklung und angestrebten Neuausrichtung
der QM`in
Berlin
Liebe Leserin, lieber Leser,
seit bald sechseinhalb Jahren
gibt es das Quartiersmanagement in Berlin. Viel ist seither
geschehen. Neue
Spielplätze entstanden und Schmuddelecken sind verschwunden. Die Ergebnisse der
Verfahren
in den bisher 17 Stadtbereichen sind ermutigend. Das Wichtigste bei
allem aber ist: Viele Menschen fühlen
sich seither angesprochen und ermutigt,
sich einzubringen und mit anzupacken für ihr Quartier: damit dieses
wohnlich
bleibt, oder da, wo etwas nicht so in Schuss ist, die Dinge gerade gerückt
werden. Damit Kinder
einen Platz am Nachmittag haben und Eltern Deutsch lernen.
Damit aus Anwohnern Nachbarn werden, die sich
kennen und sich füreinander
einsetzen.
Dieses wachsende Engagement
von
Bürgerinnen und Bürgern ist für mich etwas ganz Wichtiges. Ich nutze deshalb
diese Gelegenheit gern,
um allen Beteiligten meinen Dank auszusprechen für
ihren Einsatz.
Wir haben die Quartiersverfahren
und ihre Durchführung untersuchen lassen und die Ergebnisse ausgewertet.
Wir
wissen daraus, dass Quartiersmanagement mehr und mehr positive Wirkungen zeigt
und dass seine
Weiterführung nachdrücklich empfohlen wird. Wir wissen aus anderen
Untersuchungen inzwischen aber auch, dass
es in Berlin noch mehr Gebiete gibt,
in denen etwas getan werden muss, um sie lebenswert zu
erhalten.
Als Konsequenz daraus ist die
Anzahl der Verfahren
erheblich ausgeweitet worden. Zwei bestehende Gebiete
werden erweitert und in weiteren 16 ganz
unterschiedlichen Stadtbereichen von
Spandau bis Hellersdorf und vom Gesundbrunnen bis zur Gropiusstadt
beginnen in
diesen Wochen neue Stadtteilmanagementverfahren. Ob sie nun Quartiersmanagement
-,
Interventions- oder Präventionsverfahren heißen, sie basieren alle auf den
erfolgreichen Prinzipien des
Quartiersmanagements. Neu ist, dass wir in
verstärktem Maße und von Anfang an auf die enge Kooperation mit
"starken
Partnern" in den Gebieten setzen – auf Wohnungsbaugesellschaften, auf Schulen,
auf Stadtteil- und
Nachbarschaftszentren, auf die lokale Wirtschaft. Wir wollen
auch in größerem Umfang erreichen, dass
Sponsoren sich einzelner Projekte
annehmen und sie fördern.
In drei
der bestehenden Gebiete
in Prenzlauer Berg und in Friedrichshain deutet vieles darauf hin, dass es an
der
Zeit ist, die bestehenden Quartiersverfahren überzuleiten in bewohnergetragene
Verfahren. Das bisherige
Quartiersmanagement wird dabei aber nicht abrupt beendet.
Vielmehr übernehmen nun die in den letzten Jahren
entstandenen Netzwerke die
Verantwortung für eine ausgewogene Entwicklung im Quartier. Denn dort haben
die
Menschen sich in den vergangenen Jahren so organisiert und ihre
Kommunikationsstränge so vernetzt,
dass sie künftig die Dinge selbst
erfolgreich in die Hand nehmen können. Wir werden ihren Weg aufmerksam
verfolgen.
Wichtig ist in diesem Zusammenhang noch einmal zu betonen, dass das
Quartiersmanagement keine
dauerhafte Einrichtung bleibt, sondern die
Bewohner/innen befähigt werden, ihre Gebiete erfolgreich selbst zu
"managen".
Die in manchen Stadtvierteln bereits gegründeten Gebietsbeiräte sind hierzu ein
ganz wichtiger
Schritt.
Eine Redensart sagt, es sei
nichts so gut, dass es nicht
noch verbesserungsfähig wäre. Das trifft natürlich
auch auf das Quartiersmanagement zu, aber wir haben schon
eine ganze Menge erreicht
für unser aller Berlin. Wir wollen weiter mit Ihnen gemeinsam daran
arbeiten,
die einzelnen Stadtteile noch lebenswerter zu gestalten. Alle sollen daran
mitwirken, ihre Kieze
zu "Wohlfühlgebieten" zu machen.
In den neuen Gebieten machen
sich
die beauftragten Teams jetzt nach und nach bei den Bewohnerinnen und Bewohnern
bekannt und werden mit
ihrer Arbeit beginnen. Schulen, Initiativen,
Institutionen, Vereine und Eigentümer sollen zu gemeinsamem
Handeln zusammengeführt
werden. Wichtig ist ja nicht nur, dass an einem Strick gezogen wird, sondern
vor
allem auch in die gleiche Richtung.
Wir wollen erreichen,
dass
Menschen in einem Quartier sich für ihr Quartier interessieren , dass sie sich
einmischen und mit
entscheiden, wie die Entwicklung vor Ort weiter geht. Ich
weiß, dass der Weg dorthin nicht einfach. Aber es
ist ein Weg, dem ich und der
ganze Senat hohe politische Bedeutung beimessen.
Ingeborg
Junge-Reyer, Senatorin für
Stadtentwicklung







