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Die aktuelle Ausgabe Juni/Juli 2013
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Bürger- und Familienzentrum
Großes Interesse an Stadtteilkonferenz
Angebote im Kiez vernetzen, Informationen weitergeben, Treffpunkt sein für neue Kontakte. Die Aufgaben des geplanten Bürger- und Familienzentrums im Schillerkiez könnten vielfältiger nicht sein. Am vergangenen Samstag diskutierten AnwohnerInnen und Vertreter der sozialen Einrichtungen im Quartier im Gemeindesaal der Genezarethkirche gemeinsam über das Vorhaben. Auch neue Ideen kamen bei der Stadtteilkonferenz auf den Tisch. Sie werden jetzt in die Machbarkeitsstudie eingearbeitet, die das Stadtforschungsinstitut TOPOS im Auftrag des Quartiersmanagement erarbeitet.
Zu Beginn der Veranstaltung, die von Stadtforscher Sigmar Gude und seinem Team moderiert wurde, konnten die rund 100 Teilnehmer einen Film sehen, der während der drei Workshops und in zahlreichen Interviews mit Anwohnern und Akteuren im Schillerkiez entstanden war. In den Workshops waren die Themen „Familienberatung und –förderung“, „Ehrenamtliches Engagement“ sowie die grundsätzliche Machbarkeit eines solchen Bürgerzentrums besprochen worden.
Im Anschluss an den Film fasste Quartiersmanagerin Kerstin Schmiedeknecht die bisherigen Erkenntnisse kurz zusammen. Zunächst war die Frage zu klären, ob das zukünftige Stadtteilzentrum im Schillerkiez eher ein Bewohner- oder Familienzentrum sein soll. Eine weitere Frage befasste sich nach möglichen Nutzungswünschen und geeigneten Orten. Einen Neubau für ein Bürgerzentrum werde es jedoch kurzfristig nicht geben, sagte sie. Als erster Schritt sei geplant, eine geeignete Koordinierungsstelle einzurichten, die bestehende Angebote im Kiez noch besser vernetzt und Informationen zu Angeboten und Nutzungsmöglichkeiten für die Bewohnerinnen und Bewohner bereitstellt.
"Eine Kleinstadt"
Dennoch brauche der Kiez einen Ort, an dem man sich austauschen und informieren könne. „Im Schillerkiez leben 21 000 Menschen. Das ist eine Kleinstadt“, sagte Schmiedeknecht. Eine Umsetzung sei aber nur möglich, wenn das Bürgerzentrum von den Anwohnern auch gewünscht sei. Nur dann könne das Quartiersmanagement auch die Politik und Verwaltung von dieser Idee überzeugen.
Einige Zuhörer boten am Samstag an, sich für das Vorhaben zu engagieren. In mehreren Wortmeldungen schlugen Teilnehmer auch vor, im Bürgerzentrum Projekte anzubieten oder Fortbildungen zu organisieren. So könne daraus auch eine Art Bürgerbüro entstehen. Ein weiterer Beitrag bezog sich auf den Begriff ehrenamtliches Engagement, Motto eines der drei Workshops. Besser sei vielleicht eine gemeinwohlorientierte Organisation des Bürgerzentrums. Auch müsse darauf geachtet werden, dass sich ältere und jüngere Menschen in dem Zentrum wiederfinden könnten. Die Angebote müssten sich an alle wenden, hieß es.
Den Verlauf der Stadtteilkonferenz haben wir auch in Bildern festgehalten. Die Fotogalerie gibt es hier.










