html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: 2200 Watt für das Feld! Das Windrad wird seit kurzem zusätzlich von Solarstrom unterstützt
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2200 Watt für das Feld! Das Windrad wird seit kurzem zusätzlich von Solarstrom unterstützt

Hinnerk von der Taschengeldfirma, der das Projekt Nachhaltige Energieproduktion im Schillerkiez mitgestaltet, sägt mit ein paar Jugendlichen aus dem Kiez Latten zurecht, als ich auf dem Feld ankomme. Obwohl es nicht Sonntag ist, heißt der geöffnete Container Interessierte willkommen und wer gerade einen Fahrradnotfall hat, dem wird geholfen. Eigentlich sind Hinnerk und seine Kollegen von der Taschengeldfirma aber gerade da, um den Container auf Vordermann zu bringen. Denn die vom Windrad angetriebene Inselanalage, die bereits Strom zum Arbeiten in der Werkstatt, für W-Lan der Freifunkantenne und zum Kaffeekochen produziert, bekommt Unterstützung: Auf dem Container wurden sechs Photovoltaik-Module angebracht, die nun ebenfalls die Inselanlage speisen. Die acht Batterien bekommen hiermit ca. dreimal soviel Power wie vorher, früher waren es bis zu 700 Watt, jetzt kommen 1500 Watt dazu!


Und das ist auch gut so – die Fahrradwerkstatt am Sonntag ist nämlich nur eine von vielen Anlässen zum Werkeln auf dem Feld. Im Rahmen der zahlreichen Kooperationen mit den Kiezschulen wird der Werkstattcontainer regelmäßig für Workshops rund um das Thema erneuerbare Energien genutzt. Für viele ist er fester Anlaufpunkt auf dem Feld geworden. Auch wenn er jetzt schon super aussieht, soll der Container noch weiter ausgebaut und gemeinsam verschönert werden: Die Seite hin zur Oderstraße soll ebenfalls bemalt werden, vielleicht mit Tempelhofer-Feld-Motiven. Hinnerk, der neben vielen anderen Dingen auch gelernter Grafiker ist, hat da schon ein paar Ideen.


Meilensteine


Das Ziel ist deshalb bis zum Ende der QM-Förderung dieses Jahr die Elektrik vollständig abzusichern und Hardware und Technik abzuschließen, sodass diese dann ohne große weitere Investitionen lange wirken kann. Instandhaltung und Wartung wird natürlich trotzdem nötig sein. Infomaterial zur Benutzung, also eine Art Hilfe zur Selbsthilfe zur Bedienung der Anlage, wird jetzt schon fleißig produziert. Die Solaranlage ist in jedem Fall ein Meilenstein: die selbst angebauten Zellen wurden kürzlich in einem Workshop angeschlossen.


Gut vernetzt, gute Ideen


Das Projekt ist dank der Taschengeldfirma in jeder Hinsicht gut vernetzt. Viele Partner wie Universitäten und der Verein KitRad e.V. kommen zu den beständigen Kooperationen mit Schulen und Kitas im Kiez hinzu. So kann Wissen geteilt und für viele Altersstufen zugänglich gemacht werden. Auch mit den Feldnachbarn Lernort Natur und dem MINT grünen Klassenzimmer wird zusammengearbeitet. So gehen die Lernwerkstätten auch über die Workshops im NAWI Unterricht hinaus und vor allem aus den Klassenzimmern auf das Feld.


Und das Projekt soll weiter wachsen, denn an Ideen mangelt es nicht. Zur sonntäglichen offenen Fahrradwerkstatt ab 12 Uhr ist ein Fahrradverleih auf Spendenbasis im Gespräch, denn die Nachfrage ist groß. So soll sich jeder ein geliehenes Fahrrad leisten können. Außerdem könnte eine Anzeige, gekoppelt mit dem W-Lan der Freifunkantenne, bald online und live zeigen, wie viel Strom gerade vom Windrad produziert wird. Von April bis Oktober muss das Windrad allerdings in der Zeit von 20 bis 8 Uhr morgens still stehen, um ggf. die Feldfledermäuse nicht in Gefahr zu bringen.


Die Taschengeldfirma...


...ist ein gemeinnütziger Verein für Jugendbildungsprogramme mit Sitz in der Flughafenstraße 62. Im Treffpunkt Flughafenstraße werden nicht nur Workshops angeboten, die auch viele NachbarInnen in Anspruch nehmen, sondern auch Berufsberatung und Sprachkurse. Die Taschengeldfirma hat mit ihrem Schwerpunkt Fahrrad und erneuerbare Energien einen ganzheitlichen Anspruch an die Kiezentwicklung.


2019 soll das Projekt an der Karlsgarten-Grundschule und der Karl-Weise-Schule fortgeführt werden. Für die Finanzierung des Projekts wird an einem Finanzierungsmix gearbeitet, der mit Beteiligung der Schulen, aus Dritt und- Eigenmitteln des Trägers und einem Verstetigungszuschuss seitens des QM's Schillepromenade zustande kommen soll. Außerdem plant der Träger neue Fördermittel zu akquirieren um das Bildungsmodell in einer neuen Pilotphase an Neuköllner Oberschulen einzuführen. 



Das Gespräch führten Hinnerk Beetz und Alina Schütze im Juni 2018 auf dem Tempelhofer Feld. Eine PDF-Version kann hier heruntergeladen werden. Für Fragen zum Projekt wenden Sie sich gerne an info@quartiersmanagement.de