html_5 Quartiersmanagement Schiller-Kiez: Einzug in die Kiezkapelle auf St. Jacobi
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Einzug in die Kiezkapelle auf St. Jacobi

Ein neuer Ort für die Nachbarschaft entsteht – die frisch sanierte Kapelle auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof kann bezogen werden. Die QM-Projekte Schillament und Raumkoordination (Ev. Friedhofsverband) richten sich gerade gemeinsam mit den Prinzessinnengärten in den bereits fertiggestellten Büroräumen ein. 


Ein sonniger Julinachmittag im südlichen Schillerkiez. Im Café der Prinzessinnengärten wird gebaut, geplant und sich ausgetauscht. Es tut sich bereits einiges auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof. Die Kiezredaktion spricht hier mit Helen Gegenmantel (Projektleiterin der Raumkoordination) darüber, wie gerade ein neuer Anlaufpunkt für die Nachbarschaft entsteht. 

Und dies aus aktuellstem Anlass. Die 1879 erbaute Kapelle ist gerade frisch saniert und bezugsfertig geworden! In die Büroräume zieht bald unter anderem Viola Winterstein vom Evangelischen Friedhofsverband für den Aufbau des sogenannten Schillaments. Das Projekt will bis zur Verstetigung des Quartiersmanagements Ende 2020 ein neues Beteiligungsmodell für den Schillerkiez etablieren. Neue Engagierte und aktuell aktive Quartiersrät*innen werden in ihrer zukünftigen Selbstorganisation unterstützt, um die gemeinwohlorientierte und partizipative Quartiersentwicklung weiterzuführen. Die Kapelle soll also von Beginn an ein Ort für Teilhabe im Kiez sein und kann dem neuen Gremium ein Zuhause geben. Sie wird somit auch bezüglich der Raumkoordination im Schillerkiez eine zentrale Rolle spielen. Die besonderen Räumlichkeiten können zukünftig von allen Projekten gemeinschaftlich zum Planen und Werkeln genutzt werden, z.B. für Ausstellungen, Workshops oder Werkstätten. Um die Kiezräume auf den Friedhöfen vor Ort zu koordinieren, wird sich Helen Gegenmantel mit dem Schillament ein gemeinsames Büro in der Kapelle teilen. Mit den beiden Projektleiterinnen wird der Evangelische Friedhofsverband vor Ort ansprechbar und kann Fragen zu den Aktivitäten und Entwicklungen auf den Flächen beantworten.  

Die jetzt schon einladende Platzsituation am Eingang des Friedhofes ist zu großen Teilen den Prinzessinnengärten zu verdanken, welche seit letztem Jahr einige nicht mehr als Grabstätten verwendete Teilflächen zum Gärtnern nutzen. Sie übernehmen damit auch einen Teil des enormen Pflegeaufwandes der Grünflächen. Neben dem selbstgebauten Café wurde im Eingangsbereich eine Freiluftküche eingerichtet, die bereits für einige Veranstaltungen genutzt wurde. Die Prinzessinnengärten wollen neben dem gemeinschaftlichen Gärtnern auch Bildungsformate für die Nachbarschaft anbieten, welche Kiezarbeit und Stadtnatur verbinden. Seitdem sie auf der Fläche aktiv sind, trauen sich mehr und mehr Nachbar*innen die Friedhofsflächen zu nutzen.

Auch Campus Cosmopolis, welche langfristig auf dem Jerusalems-Friedhof ein gemeinschaftliches Wohnprojekt mit alten und neuen Berliner*innen gestalten wollen, werden zukünftig vermehrt auf St. Jacobi wirken, z.B. in Form von Workshops zum Thema Klimaschutz. Das Diakonische Werk Berlin Stadtmitte wird sich ebenfalls involvieren. Sobald der große Kapellenraum und die Kellerräume fertig saniert sind, wird es Platz für zahlreiche Aktivitäten geben. Somit sind auch beste Voraussetzungen für Synergieeffekte zwischen den zahlreichen Projekten auf den Friedhöfen gegeben.

Die Entwicklungen auf dem Neuen St. Jacobi Friedhof stehen somit in ökologischer Hinsicht, aber auch im nachbarschaftlichen Sinne für eine nachhaltige und behutsame Entwicklung in kleinen Schritten. Durch die erst nach und nach auslaufenden Pietätsfristen der Gräber in den nächsten Jahrzehnten wird der Prozess natürlich entschleunigt. Es bleibt also Zeit für ein gemeinsames Ankommen, Kennenlernen und Planen. Auf diesen Seiten informieren wir weiter über Veranstaltungen, Beteiligungsmöglichkeiten und Neuigkeiten.

 

Alina Schütze